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Standards an der Schule für Erziehungshilfe

Auf der Suche nach einheitliche Standards an der Schule für Erziehungshilfe wird schnell klar: Einheitliche Standards kann es und wird es auch nicht geben. Die Förderung unserer Schüler und Schülerinnen in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung kann nicht durch einen einheitlichen Weg erfolgen, dafür sind die individuellen Ziele die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zu unterschiedlich.

Multiprofessionelles Team

Definition

„Ein echtes Team ist eine Anzahl von Personen mit einander ergänzenden Fähigkeiten, die sich alle für gemeinsame Ziele einsetzen, sich nach gemeinsam entwickelten Arbeitsregeln richten und gemeinsam Verantwortung für ihre Arbeit tragen.“ (Katzenbach 1995)

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Leitfragen

Welchen [Nutzen] bringt die Teamarbeit für das Kollegium und für die Schüler und Schülerinnen?

Welche [Voraussetzungen] sind vorhanden?

Welche [Teamstrukturen] berücksichtigen wir schon?

Welche [Berufsgruppen] sind beteiligt?

Welche [Stolpersteine und Widerstände] haben wir?

Welche Rolle spielt [Schulleitung]

Werte und Stärken

Passung/Persönlichkeitsvielfalt

Gerade durch die Zusammensetzung verschiedener Persönlichkeiten in einem Team erhält man die Möglichkeit, unterschiedliche Fähigkeiten zu nutzen. Dadurch kann die Effektivität der Arbeit bei gleichzeitiger Entlastung des Einzelnen gesteigert werden. Voraussetzung ist, dass die Passung der einzelnen Mitglieder im Team stimmt. Persönliche Gespräche mit den einzelnen Kollegen und Kolleginnen sind daher vor der Teambildung unerlässlich. Hilfreich kann dabei auch eine Analyse der Persönlichkeitstypen sein, die man zum Beispiel anhand eines Fragebogens herausbekommt (z. B. In: Stöger, Gabriele: Besser im Team – Stärken erkennen und nutzen. Weinheim 2000).

Ziele

Jedes Team braucht gemeinsam entwickelte Ziele, die sich am Schulprogramm und den Förderplänen orientieren bzw. umgekehrt darin widerspiegeln. Auch bei unterschiedlichen Vorstellungen der Teammitglieder sollte ein Minimalkonsens die Basis der gemeinsamen Arbeit sichern. Eine Verfolgung unterschiedlicher Ziele führt zur Kontraproduktion in der Arbeit mit den Schülern und Schülerinnen sowie den am Erziehungsprozess beteiligten Personen.

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Verantwortung

Autonomie

Ein Team benötigt ein bestimmtes Maß an Autonomie, um handlungsfähig zu sein. Autonomie verkürzt zudem die Arbeitswege, weil Entscheidungen nicht über verschiedene Schreibtische „laufen“ müssen. Gleichzeitig ist damit eine Entlastung der Schulleitung möglich. Autonomie könnte folgende Bereiche betreffen:

  • eigenständige und flexible Organisation des Stundenplanes und des Vertretungsunterrichtes
  • Pausenaufsichten
  • Budget
  • Zusammensetzung der Schülergruppen
  • Koordination von Arbeitsaufgaben und -zeiten (Verteilung der VO-FS, Einsatz von Fachlehrern, Raumnutzung usw.)

Zeit / Kontinuität

Wirkungsvolle Teamarbeit ist insbesondere im sonderpädagogischen Sinne als für die Schüler verlässliche und kontinuierliche Größe angelegt. Eine nach dem Teamprinzip strukturierte Schule ist auf personelle Kontinuität angewiesen.

Arbeitsregeln

Struktur

Voraussetzung für Teamarbeit sind feste Strukturen im Gesamtsystem Schule.

Raum und Zeit für regelmäßige Treffen sind erforderlich für die Umsetzung der Teamprinzipien (gemeinsame Zielfindung und Nutzung der Ressourcen) und appellieren gleichzeitig an die gemeinsame Verantwortung der Teammitglieder.

Protokolle dienen der Zielorientierung, Ökonomie und Teamevaluation

Transparenz gegenüber dem Gesamtkollegium verhindert Inselbildungen (z. B. als regelmäßiger Top in der Konferenz oder durch Anbringen eines schwarzen Brettes).

Begleitung

Reflexionsgespräche und Supervisionen durch Schulleitung oder externe Berater dienen dem Arbeitsklima und beugen eventuellen Stolpersteinen vor.

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Aufbau von Teamstrukturen im Kollegium

Etappen

Einarbeitung ins Schulprogramm

eine gemeinsame Konzeptentwicklung

  • Teamgröße, -struktur- und Zusammensetzung
  • zeitliche und räumliche Struktur
  • Festlegung der Aufgabenbereiche und Ziel
  • Entwicklung von Leitideen

schulinterne Fortbildung zum Thema

Was ist zu beachten

Veränderung der Rolle von "Schulleitung" (Abgabe von Autonomie)

mögliche "Widerstände/Stolpersteine"

* unterschiedliche Auftragslage bei verschiedenen Berufsgruppen

  • zusätzliche zeitliche Belastung
  • Öffnung von Unterricht
  • Zerfaserung des Kollegiums

Ausgangssituation

  • hohe Belastung der Kollegen
  • verschiedene Ressourcen sind vorhanden, werden aber nicht effektiv genutzt;
  • Klassenlehrerprinzip widerspricht der Realität (Vertrauensbasis auf mehreren Schultern)

Nutzen

Für die Schüler und Schülerinnen
  • bessere Voraussetzung für Lehrer – Schüler – Passung
  • mehrperspektivischer Blick auf den Schüler / die Schülerin
Für die Teammitglieder
gegenseitige Entlastung
  • Psychohygiene
  • bessere Voraussetzungen für Krisenmanagement
  • Aufgaben können entsprechend der Fähigkeiten verteilt werden (Synergieeffekt)
  • Verantwortung wird geteilt
Erweiterung des Handlungsspielraums
  • mehr Autonomie
  • mehrperspektivischer Blick auf den Schüler / die Schülerin
  • Flexibilität
Für die Schulleitung
  • Entlastung durch Abgabe von Entscheidungen an das Team

Voraussetzungen

  • Bereitschaft zur Teamarbeit
  • zeitliche, personelle und räumliche Ressourcen
  • gemeinsame Entwicklung einer Konzeption

Welche Anregungen oder nützliche Informationen haben Sie für uns?

Ideen und Anregungen an info@netzwerk-e.de

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